Ich bastle
zur Zeit an meinem Router, um meinem Heimnetzwerk den Internet-Zugang zu ermöglichen.
Die ersten Versuche vor schon etwas längerer Zeit mit Proxy-Lösungen, die auf meinem "Hauptrechner"
(der dann die ISDN-Karte und somit den Internetzugang hatte) liefen soweit ganz gut, solange es bei einigen wenigen Protokollen, die die "Clients"
benötigten (HTTP, FTP, ...) blieb. Irgendwann wurde es jedoch zu kompliziert
die ganzen Ports zu mappen und es nervte auch, dass der "Server" (ich
glaub das kann man fast schon sagen bei 24h / 7d - Betrieb *g*) fast ununterbrochen
laufen mußte. Es mußte also ein Router mit NAT (Network Address Translation) oder
auch IP-Masquerading genannt her...
Hier
ist mal eine kleine Skizze, wie das dann in etwa funktioniert:

Gerade rechtzeitig als
mein DSL-Anschluß freigeschaltet wurde stieß ich -mehr oder weniger
zufällig eigentlich- auf das höchstinteressante Projekt "fli4l",
ein Linux-basierender ISDN-, DSL- und Ethernet-Router, der lediglich 1 Diskette
zum Arbeiten benötigt. Ein 486er mit 16 MB RAM ist dafür vollkommen
ausreichend.
Die notwendige Bootdiskette kann unter Unix, Linux oder Windows erstellt werden.
Dabei sind keine Linux-Kenntnisse erforderlich, aber evtl. nützlich.
Grundkenntnisse von Netzwerken, TCP/IP, DNS und Routing sollten jedoch vorhanden
sein.

Logo-Design ©
by Gerrit Kaiser.
Aber fli4l
ist kein reiner Router sondern auch eine Firewall mit vielen Features: neben IP-Masquerading
und Port-Forwarding ist fli4l auch ein DNS-Server, ein DHCP-Server, ein
Samba-Server, unterstützt Least-Cost-Routing und viele tausend weitere nützliche
Features, die ich jetzt unmöglich hier alle aufzählen kann ;)
Um einen
ISDN-Anschluß im LAN verfügbar zu machen reicht bereits ein 386er ab
25 Mhz bzw. 33 Mhz. Für DSL braucht's etwas mehr, aber ein 486er ab DX2 /
66 Mhz (oder besser ein Pentium 75 Mhz) langt trotzdem allemal.
So kann man seine alte Hardware doch noch gebrauchen, die wohl fast jeder irgendwo
im Keller rumliegen hat und sich nicht getraut hat das Zeug wegzuschmeißen,
obwohl man eigentlich dachte dass man es gar nicht mehr gebrauchen kann.
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Aus eigener Erfahrung kann
ich berichten, dass mein 486er DX2 / 80 Mhz das Routing des DSL-Anschlusses spielend
bewältigt, während er noch ein paar andere Aufgaben nebenbei erledigt.
Doch dazu später mehr...
Desweiteren benötigt
man mindestens 12 MB RAM (obwohl einige bereits geschrieben haben, dass es auch
mit 8 MB klappt dürfte das sehr knapp bemessen sein) besser 16 MB RAM, 1
Netzwerkkarte (unterstützt werden 40 verschiedene Typen-Familien), 1 ISDN-Karte
(HiSax unterstützte ISDN-Karte oder AVM-B1 ISA/PCI) wenn man einen ISDN-Router
bauen möchte oder 1 weitere Netzwerkkarte für einen DSL-Router (das
geht aber auch mit nur 1 Netzwerkkarte wenn man das DSL-Modem an den Uplink-Port
des Hubs -sofern vorhanden- anschließt). Laufwerke werden keine gebraucht,
außer natürlich einem Diskettenlaufwerk. Grafikkarte, Monitor und Tastatur
sind im laufenden Betrieb auch nicht nötig, für die erste Inbetriebnahme
aber dringend zu empfehlen!
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Die Technik
meines Routers:
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- Netzwerkkarte 3COM 3C509B-Combo
ISA 10 MBit (für's LAN)
-
Netzwerkkarte
NE2000-kompatibel RJ45+BNC ISA 10 Mbit (für DSL)
-
ISDN-Karte
AVM A1 Fritz!Card ISA
(zum Protokollieren der Telefon-Anrufe, für den Fall, dass mal DSL ausfällt
-was ich nicht hoffe- und vielleicht später mal zum Faxen)
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-
540 MB Connor
HDD
(HDD-Installation, geht nach 15 Min. idle-time in sleep-modus, aber auch im
Betrieb sehr leise)
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3,5"
Floppy
-
CD-ROM-Laufwerk
2fach
(eigentlich unnötig, war aber übrig und kann für Zugriff über
Samba / FTP gemountet werden)
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- VGA-Karte Trident 1 MB
VLB *g*
- 14" Monitor
- Tastatur
- fli4l z.
Zt. v 1.6.3 patch 2
mit einigen OPT's
(in alphabetischer Reihenfolge):
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FTPD
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OPT_LPDSRV
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OPT_LAN
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Tools
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| weil das soviele
OPT-Pakete sind natürlich noch das 8 MB rootfs ! |
| ... und noch
ein paar eigene kleine Zusatzfeatures |
Diese Seite befindet sich noch in der Aufbauphase. Mehr
Infos folgen demnächst...
Auf jeden
Fall macht's 'ne Menge Spaß an dem Teil zu basteln und nebenbei lernt man
auch noch einiges über Linux und kann seine Kenntnisse der schönen alten
Hardware auffrischen... ;))
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